One: Die Eine Geschichte. Oder: Was Sie schon immer nicht über mich wissen wollten.

Dies ist ein Auszug aus der EInleitung des zweiten Buches mit dem Titel «Integrale Bewegung», dessen Inhalt nun in «Integraldynamik« eingearbeitet wurde. Dabei ist auch Etliches herausgefallen, wie eben dieses Vorwort, eine kurze Autobiographie, die letztlich nur ein Ziel hat: aufzuzeigen, dass sich integrale Bewegung ganz individuell ausgestaltet.

Gegen Anfang sind die ‘Onen. Vielleicht ist ganz am Anfang auch nur ein ‘One [sic!]. Es macht keinen Unterschied. Ob eines oder viele, sie sind sowohl eines als auch viele, und beides gleichzeitig und beides nicht. Und sie sind weder materiell noch nicht materiell, und beides und beides nicht.

Alles klar? Bei Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Physiker. Die ‘Onen sind übrigens die Namenseltern der Prot-Onen, Elektr-Onen, Neutr-Onen und so weiter. Sie sind der Grundbaustein des Universums. Doch wir dürfen daher nicht dem Kurzschluss verfallen, sie seien materieller oder nicht-materieller Natur. Nichts mit Schluss. Wir haben gerade erst angefangen.
Folgen Sie mir weiter unauffällig.

Die sich unserem denkenden Verstand entziehenden und doch grundlegend existierenden ‘Onen sind sich selbst bewusst – wie das genau geschieht, weiß nur Herr Müller im 3. Stock an der Wohlhausstraße 64, aber der ist gerade nicht zu Hause. Vermutlich ganz einfach darum, weil Köbi auch schon da ist – oder sind die ‘Onen und Köbi etwa ein und dasselbe, Herr Müller? – und ein ‘One von sich Abstand nehmen und sich selbst beobachten kann. Es hat demnach bereits kurz gegen Anfang zwei Möglichkeiten, sich wahrzunehmen: In sich selbst ruhend und sich empfindend (zentrieren). Oder aus sich selbst heraustretend und sich beobachtend (öffnen und ausdehnen). Das Universum besteht nicht aus sehr Vielem, aber es besteht aus sehr vielen Perspektiven. ‘Onen sind demzufolge bereits gegen Anfang expansiv veranlagt. Sie sind die ersten Forscher. Sie sind der Stoff, aus dem die Forscher sind – wobei «Stoff» sich hier nicht nur auf Materie bezieht. Sie sind auch das Bewusstsein, aus dem Forscher sind. Und alles Andere.
Dadurch, dass sich die ‘Onen sowohl empfinden als auch beobachten, dehnen sie ihre Wahrnehmung konstant weiter aus. Wir vergegenwärtigen uns: Als Eines, das das Viele ist, und Vieles, das das Eine ist (und beides nicht), sind ‘Onen von Anfang an auch ein soziales Phänomen. Der Stoff und das Bewusstsein, aus dem Soziologen sind. Und alles Andere.

Weiter im Kontext.
Durch diese ausdehnende Qualität geschieht also begegnen – im Volksmunde würde man sagen: eine «Begegnung», doch das ist eine Abstraktion, die erst viel später in der Gegenwart geschieht. Durch empfindendes, beobachtendes Begegnen im ausdehnenden Geist, der sich selbst integriert, geschieht das, was wir heute «Kosmos» nennen, «Evolution», «Poesie», «Wissenschaft», «Apfelkompott» – oder «Martin Schmid».

Die ‘Onen nehmen solchermaßen ab und zu auch ganz seltsame Formen an. Nein, ich spreche hier nicht vom Apfelkompott. Von besagtem Martin Schmid etwa kann man nicht behaupten, er sei von Anfang an ein soziales Phänomen, und auch kein Apfelkompott. Er ist das (ein soziales Phänomen) sicher für seinen Bruder, der, als die ‘Onen sich gegen Ende des Jahres 1971 unausweichlich zu Klein Martin gruppieren, gerade Mal drei Jahre alt ist, und der nun Zeit und Raum seiner Eltern mit diesem kleinen Ding teilen muss, das erst noch so viele Haare auf dem Kopf hat. Er ist aber insofern nicht ein soziales Phänomen, als dass er bereits zu Kindeszeiten lieber in der Stille der Natur spielt – die Stille gestaltet –, statt mit den anderen Kindern sommertagelang halsbrecherische Fahrradrennen zu fahren.
Einmal, bei einem nicht-halsbrecherischen Nicht-Fahrradrennen rammt besagter Martin trotzdem (und obwohl er ein geschickter Radfahrer ist) das Fahrrad seines Bruders und bleibt bewusstlos auf der Straße liegen, während sein Bruder der zunehmend entsetzten und hysterisch «Wo ist Martin? Wo ist Martin?» schreienden Mutter die Schäden an seinem Fahrrad vergegenwärtigen will, bis er schließlich mit der Information rausrückt, dieser liege oben auf der Straße. Woher der Erzähler das alles weiß? Nicht etwa aus Nacherzählung, sondern aus direkter Erfahrung.
Ist also der Erzähler entweder der Bruder oder die Mutter? Nein und nein. Es ist Martin. Er hat das Erzählte deshalb direkt erfahren, weil er von dem Moment an, als die Mutter sich aufgeschreckt durch undefinierbaren Lärm aus der Wohnung begibt, dicht und unbemerkt hinter ihrer linken Schulter schwebt. Da das nun klargestellt ist, kann ich von mir nun auch in der Ich-Form reden, was wesentlich akkurater ist. ‘Onen hin oder her.
Nun, Frau Wilhelm kümmert sich unterdessen mit ihrem Hund Lumpi, einem Dackel, um meine Sicherheit, als ich so bewusstlos die Straße ziere. Ich bin dabei etwa sieben Jahre alt.
Ähnliches, nur etwas weniger spektakulär, widerfährt mir schon früher. Mit vielleicht vier Jahren habe ich eine Operation – und schwebe diesmal in der linken oberen Ecke des Operationssaals. Wegen des noch sehr jungen Alters ist diese Erinnerung jedoch nicht so lebhaft wie die Erinnerung an die Spielauto-Garage, die ich nach der Operation bekommen hatte. Ich meine, wirklich, was ist interessanter, ein routiniert arbeitendes Ärzteteam oder eine Auto-Garage mit Kurbellift?
Ein andermal, vielleicht mit acht Jahren, verhalte ich mich als Balljunge im Tennis derart ungeschickt, dass mein Vater rückwärts in mich rennt und mich regelrecht rammt, worauf ich hoch an der Decke der Tennishalle schwebe, diesmal direkt über dem Ort des Geschehens, und Zeuge werde, wie meine Mutter überall nach Docktor Waltenspühl ruft, der auch gerade irgendwo Tennis spielt, während mein Vater mit meinem bewusstlosen Körper seltsame Armbewegungen macht, die der Wiederbelebung dienen sollen, jedenfalls noch in jenen Siebzigerjahren. Dieses Erlebnis bleibt in Erinnerung wegen der spektakulären Höhe des Tennishallendachs, unter dem ich schwebe.

Die ‘Onen hatten also während der frühen Jahre als Martin immer wieder mal Gelegenheit zu zeigen, dass sie sowohl Materie sind als auch Geist und sowohl verschieden als auch untrennbar Eines. Und irgendwie «etwas», das dies alles umfasst. Noch Jahre später werden diese an sich nicht erquickenden Ereignisse mir in meinen Abenteuern helfen, das Verhältnis von Körper und Geist zu erforschen.

Es gibt Leute, die sagen, sie seien zur falschen Zeit am falschen Ort geboren. In vielerlei Hinsicht werde ich jedoch zur perfekten Zeit am perfekten Ort geboren. Genauer: Unweit eines schweizweit bekannten Lehrerseminars, welches kurz nach meiner Diplomierung im Rahmen der Hochschulreformen eine gänzlich andere Gestalt verliehen bekommt und heute nicht mehr so sein könnte wie damals. Menschenbildung im integralsten Sinn stand ganz oben, und so haben wir zum Beispiel im ersten Jahr, ich bin jetzt 16 Jahre alt, ein Fach, das «Bewegungsimprovisation» heißt, immer am Montag Nachmittag zwei Stunden.
Ich erinnere mich nicht an alle Einzelheiten, aber ich erinnere mich daran, dass unser Lehrer viel Zeit an seiner Trommel verbringt und wir (alles Jungs) viel Zeit damit, uns zu seiner Trommelmusik zu bewegen.
Ich erinnere mich auch lebhaft daran, wie es dem Lehrer eines Montag Nachmittags «den Nuggi raushaut», wie man in der Schweiz sagt (jedenfalls 1988) und er sein Trommelspiel mit einem lauten Schlag unterbricht. Nun donnert nicht mehr die Trommel, sondern der Lehrer: «Martin, jetzt reicht‘s aber!»
Was habe ich getan? Ich habe mich anders bewegt als meine Mitschüler. Jede weitere Aussage zu dem Vorfall ist subjektiv gefärbt. Dennoch: Ich habe mich intensiv bewegt. Vielfältig. Habe einen Heidenspaß daran. Von außen muss das so aussehen, als «würde ich den Clown machen». Das lässt sich nicht bestreiten. Von innen kann ich sagen, dass schon damals viel Bewegungsfreude da ist. Wenn ich heute daran denke, gestehe ich mir ein, dass mein Lehrer an jenen Montag Nachmittagen sicher auch viel Stereotypes und viele Klischees in diesen Bewegungen sieht. Aber vermutlich auch in den Bewegungen anderer. Dort jedoch weniger spektakulär.
Rückblickend kann ich sagen: Köbi oder Globi, das ist hier die Frage.
Trotz des Donnerwetters habe ich also meinen ganz persönlichen Spaß an meinem Spektakel. In der Bewegungsimprovisation lerne ich auch den ersten Kreis von Chung-liang Al Huang kennen. Das wird der Start meiner eigentlichen Bewegungsreise, die ich von da an nicht mehr unterbreche.
Zudem tanzen wir im Musikunterricht exzessiv Volkstänze. Wir sind eine Gruppe von zwanzig männlichen Teenagern, die ihren Riesenspaß daran haben, zu singen und zu tanzen. Das führt uns übrigens auch dazu, 1991 einen Musical-Wettbewerb zu gewinnen. Das Konzept zum Musical entsteht auf stundenlangen Waldspaziergängen mit einem Freund aus meiner Klasse. Einmal vergessen wir völlig die Zeit und stehen plötzlich im Dunkeln da. Von der Lichtung her hatte dieses Dunkel noch nicht so dunkel ausgesehen. Also geben wir uns die Hand, damit keiner von uns das Bord runterfällt, und tappen durch die Stockfinsternis nach Hause. Wir haben an jenem Abend sehr viel Zeit für das Konzept. Die Kompositionen für das Musical entstehen auf meinem Fahrrad, immer dann, wenn ich den Berg hoch radle. Meine gesamte Teenagerzeit bin ich den Berg nach Hause hochgeradelt (und habe komponiert. Ich muss eine seltsame Erscheinung gewesen sein). Manchmal drei Mal pro Tag. Schon früh verbindet sich bei mir deshalb Bewegung mit freier Zeit für Kreativität. Ich weiß nicht, ob diese Umstände dazu geführt haben, dass ich mich bewegend am kreativsten bin, oder ob in mir schon rein von der ‘Onenkonstellation (ich wette, dieses Wort haben Sie noch nie in Ihrem Leben gelesen) her Kreativität und Bewegung – oder Bewegung, Natur und Kultur — untrennbar miteinander verdrahtet sind.
Erst viel später wird mir bewusst, dass ich mein ganzes Leben lang kontempliert habe. Bin ich in diesem bewegten, kreativen Zustand, bin ich auch immer in engem Kontakt mit meiner Umgebung und in einem inspirierenden Austausch. Die Kontemplation ist die Kultivation dieses begegnenden, inspirierenden Zustandes, der zu mir gehört wie die Bewegungsbegeisterung und die Kreativität. Dies alles scheinen die drei Seiten derselben Medaille zu sein. Ich habe viele enge Freunde in der Natur – vor allem den Wind, die Wellen und das Licht, aber auch Gewitter, Hitze und viel mehr – und lerne unentwegt von ihnen (und meine Freunde beschränken sich nicht nur auf die materielle Natur). Es wird mir aber erst mit den Jahrzehnten klar, dass dieser kontemplative Zustand des nackten Begegnens bei mir wohl etwas intensiver ausgeprägt ist als bei vielen meiner Mitmenschen. Der Prozess, der zu dieser Einsicht führt, ist ein langer, qualvoller (Sie erlauben mir das etwas melodramatische Wort, hoffe ich), der damit beginnt, dass man mich fragt, wieso ich so schnell lerne, und der damit endet, dass ich mich frage, was ich als Lehrer überhaupt tun kann. Nun, ich lerne so schnell, weil immer und überall Lehrer da sind, mit denen ich in direktem Kontakt bin, und was ich als Lehrer tun kann, ist, einen Raum des Begegnens anzubieten. Doch ich greife vor. Zurück zu damals.
Es ist nicht so, dass ich ein interaktives Kind bin, nur weil ich dauernd in einem begegnenden Zustand bin – im Gegenteil. Ich bin so oft in meinen Sphären und Welten, dass ich eher zum Einzelgänger tendiere. Außerdem bin ich durch meine offene Wahrnehmung ein sehr sensibles und überempfindliches Kind. Die interaktiven Kompetenzen lerne ich erst viel später. Meine Wahrnehmungen zu regulieren lerne ich auch – doch im Grunde bin ich noch heute überempfindlich.
Wenn ich als Kind und Jugendlicher die Bewegung nicht als Gefäß für meine anderen kreativen Tätigkeiten nutze, wende ich mich der Bewegung selbst zu um kreativ zu sein. Sei dies mit Kartentricks oder jonglierend, sei dies breakdancend oder schlittschuhlaufend. Beim Schlittschuhlaufen ziehe ich mir in der ersten Klasse eine bleibende Narbe zu, als ich meine Fahrt mit dem Kopf an einer Eisenstange bremse. Ein paar Jahre später breche ich mir beim Eishockey die Schulter.
Durch besagten Musicalwettbewerb lerne ich 1991 meine Frau Gisela kennen, und einige Zeit später fließen wir gemeinsam durch Taiii-Formen und praktizieren Push Hands.
1996 reisen wir zuerst drei Monate nach Ladakh in den indischen Himalaya (Mensch, da habe ich Zeit für Kreativität! Etwa auf dem wochenlangen Trek von Ladakh nach Zanskar, für den wir uns mit viel zu wenig Proviant eingedeckt hatten.) und saugen die Stille und Weite in uns auf, um anschließend – nach einem einsichtsreichen Zwischenstopp in Hong Kong – sechs Monate in Kalifornien nichts anderes zu tun als im Freien und mit Blick auf den Ozean stundenlang Taiji-Formen und Push Hands zu üben. Wir haben uns bei Chris Luth‘s Pacific School of Taiji and Qigong eingenistet, besuchen jede Klasse, nehmen Privatunterricht, und wenn uns gerade niemand unterrichtet, üben wir selber. In dieser Zeit lernen wir auch bei anderen Lehrern, Yiquan, Yoga, und wenn ich mal gar nichts tue, dann schaue ich ganz genau den drei Bagua-Praktizierenden zu, mit denen wir manchmal unseren Übungsplatz unter freiem Himmel teilen. Erst viel später würde ich wirklich verstehen, was die da tun.
Wir sind Bewegungsnarren, und als wir wieder in die Schweiz zurückkehren, widme ich mich drei Monate lang weiterhin nichts anderem als stundenlangem Erforschen von Bewegung und Energie, abgeschieden in einem idyllischen Häuschen in den Berner Voralpen. Kurz darauf schreibe ich mich bei der Snowlion School of Healing ein, wo Energiearbeit vermittelt wird, in welcher Lawrence Hoff jeden Morgen Taiji unterrichtet. Er lehrt mich aber ganz andere Dinge, wesentlichere – das Herz zu öffnen, in Verbindung zu sein und zu bleiben.
Denn eigentlich ist er gar kein Taiji-Lehrer. Er ist Schamane. Und ich kann feststellen, dass das, was ich seit frühester Kindheit lebe – Welten bereisen und dadurch zwischen den Welten vermitteln, kontemplativ begegnen, inspiriert sein – das ist, was Schamanen auf aller Welt seit Jahrtausenden praktizieren. Obwohl ich keine Trommel schlage, kein schamanisches Glaubenssystem habe, keinen indianischen Namen, und es mir nie in den Sinn kommen würde, mich «Schamane» zu nennen. Denn ich bin keiner, hin oder her.
1997 beginne ich zu unterrichten. Nicht Schamanismus natürlich, sondern Bewegung. Das heißt, ich beginne meine Forschungen zu teilen. Mit anderen zu forschen. Ich unterrichte nicht wirklich. Unter dem Namen Taiji und Qigong teile ich immer gerade das mit meinen Kursteilnehmern, was ich selber erforsche. Ich teile das, was mich selber fasziniert. Was mich begeistert. Inspiriert. Und so wirke ich auf die Kursteilnehmer begeisternd, inspirierend (und hoffentlich nicht zu faszinierend, denn Faszination blendet).

Wenn ich merke, dass ich in Routine verfalle, wenn ich nicht mehr leidenschaftlich bei der Sache bin, höre ich auf zu unterrichten. Solche Atempausen haben sich über die Jahre sehr bewährt – wenn man nicht auf ein regelmäßiges Einkommen daraus angewiesen ist.
Aus diesem Grund habe ich es auch nie geschafft, jahrelang nur Taiji-Formen zu unterrichten. Zu lange geht es, bis man an die spannenden Aspekte kommt, und zu wenige haben das Durchhaltevermögen. Auch einfache, immer repetierte kurze Bewegungsabläufe des Qigong sind auf die Dauer nicht meine Sache. So habe ich bald einmal «Taiji und Qigong» mehr als Begriffe für das Marketing gebraucht, um mit meinen Kursteilnehmern (und zum Teil langjährigen Weggefährten) Bewegung und Energie zu erforschen, zu differenzieren, zu integrieren, zu kultivieren. Das hat zwar sehr viel mit Taiji und Qigong zu tun, wenn man es richtig versteht, aber nicht nur. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt daher seit eh und je auf freiem Push Hands.
Im Grunde meines Wesens bin ich ein Tänzer (und tanzen ist meine liebste Bewegungsweise), und ich habe nach und nach mehr und mehr andere Methoden der Bewegung erforscht und integriert. Im Jahr 2009 erst habe ich dann den Schritt gewagt, die Dinge beim Namen zu nennen und «integrale Bewegung» anzubieten.

Voilà. Da sind wir nun.
Die Ouvertüre ist fast zu Ende. Gleich beginnt die Oper. Don Köbi. Ich denke, Sie haben jetzt genug Informationen, um integrale Bewegung in einem Kontext sehen zu können. Sie sehen, dass integrale Bewegung ganz organisch entstanden ist. Aus meiner persönlichen Geschichte und aus meiner persönlichen Veranlagung, welche von Grund auf kreativ ist. Alles, was folgt, sind Ausformungen meiner persönlichen Perspektive, meiner Erfahrungen, meiner Rückschläge und meiner Glücksmomente. Meine integrale Bewegung ist zutiefst persönlich. Ihre ist es auch. Wenn Sie «integrale Bewegung üben» und Sie bewegen sich dadurch so, wie ich mich bewege, ist etwas gründlich schief gelaufen. Wenn Sie integrale Bewegung kultivieren und Sie bewegen sich dann so, wie Sie sich bewegen, wenn Sie Ihr Bewegungspotenzial entfalten, dann ist etwas gründlich geglückt.
Natürlich bewegen wir uns beide innerhalb der natürlichen Gegebenheiten. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Bewegungsschulen geht es eben gerade nicht darum, dass alle dieselben Bewegungen genau gleich machen.
So wie integrale Bewegung sich aus meinem Background entfaltet hat, entfaltet sich integrale Bewegung aus Ihren Veranlagungen und Ihrer Geschichte.
Und nun: Vorhang auf.
Für Sie, für Köbi, für die Welt.