So weit, so klar.

Stehen ist Meditation und sanfte Kräftigungs-Übung in einem. Wir erwachen nicht nur unser Morgen-Erwachen, sondern zu einer neuen Präsenz. Eine stille Kraft, die den Tag gestaltet.

Dieser kleine Steh-Challenge ist offen für alle. Die 5 x 45 Minuten sind eingeteilt in eine kurze Aufwärmphase, eine Erläuterung zu einem wichtigen Aspekt des Stehens und dem Stehen selbst (30 Minuten).

Stehen

  • baut innere Stärke (fasziale Stärke) auf und (re)strukturiert den Körper
  • verlangsamt die Hirnwellen und führt in potenziell heilende Zustände
  • führt in einen Zustand der wachsamen Achtsamkeit

Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die

  • den Tag einmal anders beginnen möchten und in Ruhe Kraft schöpfen möchten
  • innere Stärke aufbauen möchten
  • mehr Energie haben möchten
  • Energie-Tiefs (und den damit verbundenen Zuständen wie Burnout) vorbeugen möchten
  • sich von einer Gemeinschaft tragen lassen möchten und etwas tun möchten, das sie alleine vermutlich nicht tun würden


Martin Schmid

Martin Schmid steht seit 1988. Er hat die Integraldynamik und integrale Bewegung begründet und in mehr als zwanzig Jahren vertieft und verfeinert. Er bringt u.A. das Stehen werdenden Qigong-Therapeuten an der heilpraktikerschule Luzern bei.

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Ist stehen schwierig?

Stehen ist nicht kompliziert, aber es ist komplex. Wir sinken in diese Komplexität, wenn wir intelligent entspannen. Was das genau heißt, erfahren Sie in den Einführungen zum Stehen.

Ist das Yoga oder Qigong?

Vor allem im Qigong, den chinesischen Gesundheits-Übungen, hat man den Wert des Stehens erkannt. Stehen ist aber auch konform mit Yoga und für Yoga-Praktizierende eine echte Bereicherung. Denn «die Haltung soll stabil sein», sagt Patanjali in den Yoga-Sutras. Und das ist die einzige Anweisung, die er zu den Asanas gibt.
Wir stehen in verschiedenen Positionen – in verschiedenen «Asanas».

Angesprochen sind Praktizierende aller Bewegungs- (und Steh)Richtungen, und auch alle (nicht) Nicht-Praktizierenden.

Stehen kann ich doch auch alleine?

Dazu eine Anekdote aus dem Leben des Komponisten John Cage, der nach dem Zufallsprinzip komponiert hat. Nach einem Konzert kam ein Zuhörer zu ihm und sagte: «Das kann ich auch.»
«Richtig», sagte Cage, «aber der Unterschied ist, dass ich es wirklich mache

Sie können alleine stehen, ja. Die Frage ist, ob Sie es alleine tun.
Außerdem braucht es dazu auch einige Kompetenzen. Man kann auch eine halbe Stunde falsch stehen, was nicht förderlich ist.

Ja, und wenn es regnet?!

Haha!

Das war die erste Antwort. Buddha hält sich den dicken Bauch.

Die zweite: Dann stehn wir da durch.

Die dritte: Dann sagst du; Ich werde nass, und ich antworte, Zeige mir das Ich, das nass wird. Und dann halten wir uns zusammen die dicken Bäuche. Haha!

Im Ernst. Das ist ein kleiner Qigong-Challenge. Qigong ist eine fröhliche, heitere Praxis. Mit einem inneren Lächeln stehen wir alles durch. Annehmen, loslassen, Raum schaffen, Neues empfangen.

Weshalb soll ich stehen?

Nun. Sie sollen nicht, Sie dürfen, wenn Sie möchten.

Da dies jetzt aus dem Weg geräumt ist: Wang Xiangzhai war der Begründer des Yiquan, einer inneren Kampfkunst, die auch eine Heilkunst ist. Als er einmal gebeten wurde, seine Praxis zu demonstrieren, aus der seine außergewöhnlichen Fähigkeiten entsprang, stand er einfach hin. Er sagte: «Ihr habt alle diese spektakulären Formen. Ich stehe einfach.» Zhanzuang-Gong, die Praxis des Stehens, bildet den Kern des Yiquan. Auch die meisten Qigong- und Taiji-Schulen erkennen stehen als primäre Praxis für innere Stärke. Stehen ist Faszien-Arbeit. Die Faszien sind für die Stabilität und Agilität verantwortlich.
Stehen ist eine Wissenschaft, bei der Sie sich selbst erforschen und kultivieren. Zu Qigong und Yiquan gibt es unzählige Forschungen, die viele positive Effekte bestätigen. Das ist also kein esoterisches Wunschdenken. Von esoterischem Wunschdenken werden Sie spätestens nach 30 Minuten stehen ohnehin ablassen.

Warum ein Challenge?

Um Ihnen einen Kick zu geben, der Sie dazu führt, eine regelmäßige Praxis aufzubauen.

Lesen Sie das Interview

Dieses Interview wurde von der Heilpraktikerschule Luzern mit Martin geführt, wo er auch «Stehen wie ein Baum» unterrichtet.

Stehen wie ein Baum, was ist das und wozu ist das gut?
«Stehen ist eine Wissenschaft, bei der man sich selbst erforscht und kultiviert. Das Wissen, das du dir dabei schaffst, zeigt sich mit der Zeit als Struktur und Klarheit, Spontaneität, Gelassenheit und Weisheit.»

Hört sich nach altem Wissen an?
«Eher nach einem uraltem Weg, der das Wissen immer wieder neu schafft, und zwar auf die unkomplizierteste Art und Weise. Als Wang Xiangzhai – der Begründer des Yiquan, einer inneren Kampfkunst, die auch eine Heilkunst ist – einmal gebeten wurde, seine Übungen zu demonstrieren, aus denen seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten entsprangen, stand er einfach hin. Er sagte: «Ihr habt alle diese spektakulären Formen. Ich stehe einfach.» Zhanzuang-Gong, die Praxis des Stehens, bildet den Kern des Yiquan und der meisten QiGong- und Taiji-Schulen. Sie alle erkennen das Stehen als primäre Praxis für innere Stärke an. Aus heutiger westlicher Sicht kann auch gesagt werden: Stehen ist faszinierende Faszien-Arbeit. Die Faszien sind für die Stabilität und Agilität verantwortlich.»

Kann ich das auch an der Bushaltestelle machen, ohne dass mich die Leute für verrückt halten?
«Den daoistischen Weisen, der an der Bushaltestelle steht, kümmert es nicht, ob man ihn für verrückt hält, im Gegenteil. Im Daodejing steht, dass der durchschnittliche Mensch an der Bushaltestelle sich über das Dao lustig macht. Es ist also eher ein gutes Zeichen, für verrückt gehalten zu werden. Die Frage stellt sich vielmehr: Was und wer möchte ich sein? Ein Bushaltestellen-Schweizer oder ein daoistischer Weiser?»

Da fühle ich mich ertappt.
«Wahrscheinlich fühlen sich da viele ertappt. Aber im Ernst: Im Stehen geht es um die Grundstruktur, um eine gesunde Haltung, um ein Aufgerichtetsein, das von innen kommt. Hast du dir die dafür nötigen Kompetenzen angeeignet, kannst du das überall und jederzeit üben und integrieren. Selbst im Sitzen.»

Hand aufs Herz: Liegen ist schon angenehmer als Stehen, oder?
«Ich finde Liegen auch angenehmer, wenn ich schlafen möchte. Wenn ich meine Haltung, mein Aufgerichtetsein und meine wachsame Aufrichtigkeit kultivieren möchte, ziehe ich das Stehen vor. Am See oder am Meer zu liegen ist ganz ok. Aber am See oder Meer zu stehen, vielleicht noch mit der Hand auf dem Herzen – das ist eine wundervolle Sache, die mich bis in meine Wurzeln nährt.»

Danke, Martin!

  • Leitung: Martin Schmid
  • Zug | Daten, Zeit & Ort:
  • Das nächste Stehen findet im Frühling 2017 statt.
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