Bewegung wahrnehmen. Im Kontakt handeln.
Wie lernen Kinder, ihren Körper wahrzunehmen, Bewegungen zu steuern und selbständig zu verändern? Und wie lernen sie, fair zu kämpfen, Kräfte zu dosieren, Grenzen zu respektieren und auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben?
Die Weiterbildungen verbinden die Anforderungen des Lehrplans 21 mit einer einfachen, unmittelbar erfahrbaren Bewegungspraxis. Lehrpersonen lernen, mit wenigen Grundbewegungen, Wahrnehmungsaufgaben, Partnerübungen und Kampfspielen vielfältige Lernfelder zu eröffnen – vom Kindergarten bis zur Oberstufe.
Die Weiterbildungen sind als Halbtag oder als ganzer Tag buchbar.
Bewegung wahrnehmen
Körperwahrnehmung gezielt fördern und selbständiges Bewegen unterstützen
Kämpfen ohne Verlierer
Kampfspiele sicher und fair unterrichten
Die Module eignen sich als Weiterbildungstag oder -halbtag sowohl für ganze Schulhäuser (etwa Kiga, US und MS), auch für einzelne Stufen.
Ideal, aber nicht zwingend, ist die Verbindung an einer ganztätigen Weiterbildung: Körperwahrnehmung → Kämpfen. Am Vormittag entwickeln die Lehrpersonen Wahrnehmung und Bewegungsqualität zunächst an sich selbst.
Am Nachmittag kommt ein Gegenüber hinzu. Dadurch wird unmittelbar erfahrbar, warum Körperwahrnehmung eine Grundlage für gutes Kämpfen ist.
Was die Weiterbildungen fördern
Körperwahrnehmung
Der Lehrplan 21 verankert Körperwahrnehmung ausdrücklich im Bewegungs- und Sportunterricht. Schülerinnen und Schüler sollen ihren Körper und seine Stellung im Raum wahrnehmen, Bewegungsqualitäten unterscheiden und ihre Bewegung zunehmend selbst steuern und korrigieren können.
Die Weiterbildung zeigt, wie sich diese Kompetenzen mit einfachen Bewegungen und gezielten Wahrnehmungsaufgaben fördern lassen. Im Zentrum steht nicht das Erlernen möglichst vieler Übungen, sondern die Fähigkeit, Bewegungswahrnehmung gezielt zu führen Unterschiede wahrzunehmen zu helfen und zu unterstützen, die eigene Bewegung selbständig zu verändern.
Kämpfen
Kämpfen ist im Lehrplan 21 ein eigener Bereich des Bewegungs- und Sportunterrichts. Schülerinnen und Schüler sollen fair und geschickt kämpfen, das Gegenüber wahrnehmen, auf dessen Bewegungen reagieren, Regeln und Stoppsignale respektieren und lernen, auch in körperlicher Auseinandersetzung verantwortungsvoll zu handeln.
Die Weiterbildung vermittelt einfache Kampf- und Kontaktspiele und führt schrittweise vom Wahrnehmen der eigenen Bewegungen und Grenzen bis zum freien Kämpfen. Im Mittelpunkt stehen Körperkontrolle, Fairness, Kontakt und die Fähigkeit, auch unter Druck angemessen zu antworten.
Kämpfen ist ein Lernfeld, in dem Kinder ihren eigenen Körper und ein Gegenüber unmittelbar wahrnehmen, Kraft und Körperspannung regulieren, strategisch handeln, Grenzen setzen und respektieren, mit Emotionen und Widerstand umgehen und Verantwortung für sich und andere übernehmen.
Überfachliche Kompetenzen
Bewegung ist immer mehr als Bewegung. Der Lehrplan 21 verbindet fachliches Lernen ausdrücklich mit personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen: sich selbst wahrnehmen und einschätzen, Verantwortung übernehmen, mit anderen kooperieren, Konflikte bearbeiten und das eigene Handeln reflektieren.
Körperwahrnehmung und Kämpfen schaffen dafür unmittelbare Lernfelder. Schülerinnen und Schüler erfahren, wie sie unter Bewegung und Druck reagieren, wie sie Grenzen wahrnehmen und setzen, wie viel Kraft angemessen ist und wie Kooperation auch in einer körperlichen Auseinandersetzung möglich bleibt. Überfachliche Kompetenzen werden dabei nicht nur besprochen, sondern körperlich erfahren und praktisch geübt.
Was die Weiterbildungen auszeichnet
Im Zentrum stehen keine ausgefallenen Übungen und keine neue Sportart. Wir arbeiten mit grundlegenden menschlichen Bewegungen: stehen, gehen, rollen, drehen, schieben, ziehen, werfen, Gleichgewicht finden, miteinander in Kontakt treten.
Entscheidend ist, wie wir damit arbeiten.
Lehrpersonen erfahren, wie sie Kinder dazu anregen können,
- ihren Körper genauer wahrzunehmen,
- Unterschiede in Bewegungen zu entdecken,
- Spannung und Entspannung zu regulieren,
- Bewegungen zu variieren,
- ihre Bewegungsqualität selbst zu verändern,
- miteinander zu spielen, zu kooperieren und in Kontakt zu bleiben.
Martin Schmid
Ich bin Primarlehrer und arbeite seit vielen Jahren mit Bewegung, Lernen und Entwicklung. Ich befasse mich intensiv mit der Frage, wie Kinder ihre eigenen Fähigkeiten wahrnehmen, entfalten und zunehmend selbständig einsetzen können.
Diese pädagogische Arbeit verbindet sich mit meiner langjährigen Praxis und Lehrtätigkeit in Integral Movement. Im Zentrum stehen dabei Körperwahrnehmung, Bewegungsqualität, Spiel, Interaktion und ein Lernen, das nicht nur über Erklärungen, sondern über unmittelbare Erfahrung geschieht.
In den Weiterbildungen verbinde ich deshalb zwei Perspektiven: diejenige des Lehrers, der den Schulalltag kennt, und diejenige des Bewegungslehrers, der seit Jahrzehnten erforscht, wie Wahrnehmung, Bewegung und Lernen zusammenwirken.
Fragen? Termin abmachen?
Schreib mir kurz – ich melde mich gerne bei dir.